Review: REVENGE

(Frankreich 2017)

Regie: Coralie Fargeat

Mit: Matilda Lutz, Kevin Janssens, Vincent Colombe, Guillaume Bouchede

Freigabe: FSK ab 18 Jahren

Story: Jennifer datet einen erfolgreichen, aber verheirateten Mann. Als unverhofft zwei Freunde von ihm auftauchen und die von der hübschen Gespielin ebenfalls nicht abgetan sind, kommt es zu einem folgeschweren Zwischenfall.

Kritik: Der ziemlich treffend REVENGE betitelte Rape-and-Revenge-Film aus Frankreich, ist ein ziemlich typischer Vertreter seinen Subgenres. Dabei sei vorab gesagt, dass die FSK den Film ungeschnitten ab 18 Jahren freigegeben hat, was angesichts der moralischen Problematik und auch der drastisch ausgespielten Gewaltszenen durchaus verwundert. Vielleicht liegt es daran, dass die obligatorische Vergewaltigung hier tatsächlich nur angedeutet wird. Man könnte sagen, dass Revenge der perfekte Film ist, wem die Rache aus I SPIT ON YOUR GRAVE gut gefällt, die ewige Vergewaltigung aber nicht sehen will.

Die Darsteller machen ihre Sache ordentlich bis gut und die hübsche Hauptdarstellerin vermag es problemlos die Sympathien des Zuschauers auf ihre Seite zu ziehen. Wer hingegen bei jeder Szene fehlenden Realismus bemängelt, der wird hier weniger Freude haben. Was Jennifer hier überlebt, um entsprechend Rache zu üben, ist mehr als fragwürdig. Und auch die Wandlung vom wehrlosen Sexobjekt zum Hardcore-Rambo ist nicht immer glaubwürdig. Wer aber von solchen Logikproblemen absieht und keine ultra-tiefe Charakterzeichnung erwartet, der wird mit reichlich spannender und äußerst blutiger Unterhaltung belohnt.

Recht geschickt werden ganz kleine, skurrile Gags eingebaut, die das Geschehen ein wenig auflockern ohne dabei zu gewollt zu wirken. Der finale ShootOut bietet dann mehr Blut als menschliche Körper (ohne zu verbluten) eigentlich hergeben können. Die Effekte sind sehr gut anzuschauen und zu jeder Zeit 100 Prozent Handarbeit. CGI-Blut bleibt uns komplett erspart.

Fazit: Wer jetzt nicht die ganz große Innovation erwartet, der wird mit Revenge definitiv Spaß haben. Harte Actionszenen, ultra-fiese Wunden in Großaufnahme gibt es hier jede Menge zu sehen. Dank der angenehm kurz gehaltenen Rape-Szene kann man sich hier voll und ganz auf den Racheteil einlassen. Ein Film der durchaus Spaß macht und seit längerer Zeit mal wieder blutige Kost aus Frankreich, die sich über dem Durchschnitt bewegt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.