Review: DOWNRANGE

(USA 2017)

Regie: Ryuhei Kitamura

Mit: Kelly Connaire, Stephanie Pearson, Anthony Kirlew, Rod Hernandez

Freigabe: FSK ab 18

Story: Eine Gruppe Jugendlicher erleiden eine vermeidliche Reifenpanne und müssen schnell feststellen, dass es sich dabei mitnichten um einen Unfall handelt. Ein mordlustiger Scharfschütze hat die Gruppe ins Visier genommen….und trifft mit tödlicher Präzision.

Kritik: Wer sich zu den Kennern im Horrorgenre zählt, dem dürfte der Name des Regisseurs recht vielsagend erscheinen. Kitamura hat mit Filmen, wie NO ONE LIVES oder MIDNIGHT MEAT TRAIN schon was zu bieten in seiner Vita. Und doch ist sein Streifen DOWNRANGE ein wenig unter dem Radar gelaufen. Woran mag das liegen? Etwa an der Tatsache, dass es sich hierbei um eines der wenigen Werke von ihm handelt, dass mal keine Probleme mit der FSK bekommen hat? In der Tat ist Downrange ungeschnitten ab 18 Jahren freigegeben worden. Ein Umstand der etwas verwundert und Downrange sicherlich zu einem der blutigeren Vertreter mit FSK-Freigabe macht.

Es gibt äußerst blutige Shootouts, Kitamura-typische Kamerafahrten, platzende Köpfe, brennende Menschen und Wunden in Großaufnahmen zu sehen. Noch vor 15 Jahre ein sicherer Kandidiat für den Index der Bundesprüfstelle.

Mit einem Intro hält sicher Film gar nicht erst auf und legt direkt an Ort und Stelle los. Das zum einen den Vorteil, dass keine größeren Längen entstehen, erzwingt aber auch den Nachteil, dass einem die Figuren, mangels Hintergrundgeschichte, reichlich egal sind. Überhaupt sind die Charaktere recht platt und erschwerend kommt hinzu, dass die deutsche Synchronisation auch auf etwas wackeligen Beinen steht.

Wer damit klar kommt, bekommt allerdings zügige Spannung, die nicht mit blutigen Details geizt und im Finale schon fast ein wenig splattrig wird. Dazu sei gesagt, dass Kitamura in Downrange in weiten Teilen auf CGI verzichtet und hier sehr viel handarbeit zum Einsatz gekommen ist. Das Finale bietet dazu noch ein ziemlich zynisches Ausrufezeichen, dass durchaus überzeugen kann.

In Deutschland ist der von Shudder produzierte Film, auf eben jenem Amazon-Channel zu sehen. Alternativ ist der Film bei Splendid als DVD und Bluray erschienen. Außerdem gibt es auch unterschiedliche Mediabooks zu Downrange. Die FSK 18-Fassung ist ungeschnitten.

Fazit: Downrange ist mit Sicherheit ein Film der Spaß macht. Zwar ist er insgesamt sicher eher dem B-Sektor zu zurechnen, erzeugt aber zumindest keine Langeweile. Dazu bekommen auch Gorehounds einige nette Szene geboten, die trotz FSK-Freigabe ziemlich brutal ausgefallen sind. Zum Killer bekommen wir allerdings genauso viele Details, wie zu den Opfern…nämlich gar keine.

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