Review: GHOUL – DIE LEGENDE VOM LEICHENFRESSER

(Tschechien 2015)

Regie: Petr Jakl

Mit: Jennifer Armour, Jeremy Isabella, Paul S. Tracey

Freigabe: FSK ab 16

copyright Tiberius Film

Story: Ein amerikanisches Kamerateam geht einem Fall von angeblichem Kannibalismus in der Ukraine nach. Die Einheimischen sind Fremden gegenüber sehr misstrauisch. Langsam offenbart sich den jungen Leuten ein grauenvolles Schicksal.

Kritik: Die wackeligen Found Footage-Filme sind nicht mehr ganz so hipp, wie sie es noch vor 5 Jahren waren und so verwundert es nicht dass auch GHOUL – DIE LEGENDE VOM LEICHENFRESSER bereits im Jahr 2015 abgedreht wurde.

Wir folgen also ganz klassisch, wie vom Erfinder des Genre BLAIR WITCH PROJECT einem Dokumentarfilmer-Team, die versuchen die mysterisösen Geschehnisse in Osteuropa zu ergründen. Dazu werden zu Beginn auch historische Originalaufnahmen von verhungernden Menschen gezeigt, was man moralisch in einem Unterhaltungsfilm zumindest fragwürdig finden darf.

Die Geschichte als solches ist nicht uninteressant und auch die Schauplätze wirken authentisch. Die Darsteller machen ebenfalls einen soliden Job. Der Zuschauer sollte sich aber zumindest auf das Lesen einiger Untertitel einstellen, da teilweise auch viel russisch gesprochen wird, was dann entsprechend mit deutschen Untertiteln versehen ist.

Ganz genretypisch passiert erst einmal ziemlich lange ziemlich wenig. Erst in der zweiten Filmhälfte nimmt das Geschehen Fahrt auf und rettet die langatmige erste Filmhälfte. Zwar ist auch dann noch nicht alles Gold was glänzt, aber der Zuschauer wird zumindest passabel unterhalten. Vorausgesetzt natürlich man mag das etwas eigenwillige Found Footage-Genre mit seiner unruhigen Kameraführung. Auch hier wackelt es ordentlich und vieles passiert im Dunklen oder im Off der Kamera.

Man hat sich hier schon sehr stark am großen Vorbild BLAIR WITCH PROJECT orientiert ohne jedoch dessen Intensität zu erreichen. Auch im Finale wird das wieder recht deutlich klar, da der Film ziemlich abrupt und offen endet.

Fazit: Ein Film, der sich als ziemlich durchschnittlich präsentiert. Insbesondere in der zweiten Hälfte hat GHOUL durchaus seine Momente, aber drum herum ist auch jede Menge Leerlauf. Wer Found Footage Streifen mag, der wird sicher seinen Spaß haben…der Rest wird hier wenig begeistert sein.

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