Review: BRIGHTBURN

(USA 2019)

Regie: David Yaroveski

Mit: Jackson Dunn, Elizabeth Banks, Matt Jones

Freigabe: FSK ab 16

copyright Sony Entertainment

Story: Brandon ist ein schmächtiger 12jähriger, der in der Schule gemobbt wird. Als intelligenter Streber ist er eben nicht unbedingt der beliebteste bei den stärkeren Jungs seiner Klasse. Doch schon bald wird klar Brandon ist kein normaler Junge…in ihm schlummert etwas Fremdes.

Kritik: Es gibt Filme, die machen einen weder vom Titel noch vom Cover her so richtig heiß. Da man sich als Filmkritiker die Streifen nicht selbst aussucht sondern eher umgekehrt, ist BRIGHTBURN eben doch in meinem Player gelandet….und das war gut so.

BRIGHTBURN präsentiert sich von der ersten Minute in einer hochwertigen Optik. Die Darsteller spielen gut, sind sympathisch und auch die Kameraarbeit ist fern ab von billigen Horrorfilmchen, die einem doch immer wieder vor die Flinte laufen. Ich persönlich frage mich ja immer, wo die Filmcrews diese gruseligen Kinderdarsteller auftreiben, denn auch Jackson Dunn liefert als unheimlicher Freak hier eine sehr gute Performance ab. Dabei erinnert das alles ein wenig an eine Mischung aus Stephen King’s Feuerteufel, Das Omen, Species und Carrie.

Wer an BRIGHTBURN Spaß haben will, sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass er es hier mit einer Mischung aus SciFi, Fantasy und Horror zu tun hat. Phrasen, wie: „Oh wie unrealistisch!“ oder „Wie soll denn das bitte gehen?“, sollte man tunlichst im dazugehörigen Phrasenschwein lassen. Viel mehr entwickelt sich das Ganze ein wenig in die Marvel/DC-Ecke, wobei dieses Superschurken-Ding eben für den 12jährigen Brandon als Erklärung für seine Fremdartigkeit dient, die (soviel sei verraten) ganz anderen Ursprungs ist.

Die gute Optik der ersten halben Stunde, hält sich über den restlichen Verlauf des Films leider nicht immer. Spätestens wenn CGI zum Einsatz kommt, merkt man eben schon, dass wir es nicht mit einer AAA-Produktion zu tun haben. Zum Glück kommen eben jene CGIs nicht allzu oft zum Einsatz. Die wenigen Splattereffekte hingegen sind alle Handarbeit und sehen teilweise verdammt gut und für eine FSK 16 auch recht hart aus. Hier gibt es auch mal wieder eine schmerzhafte Splitter-in-Auge-Szene zu sehen, die wir aus Klassikern, wie Woodoo – Schreckensinsel der Zombies kennen.

Das Finale ist dann schlussendlich Geschmackssache. Es passt irgendwo ganz gut, wo hingegen die Szenen im Abspann (Marvel lässt grüßen) etwas übertrieben wirken. Zu guter Letzt noch ein Wort zum gelungenen Sound-Design des Films. Von der ersten Sekunde bis zum Schluss war ich mir jetzt eigentlich nie sicher, was zum Film gehört oder ob dann doch einer meiner Lautsprecher dem Tode ins Auge blickt. Sehr clever gemacht……

Fazit: Ich liebe es, wenn ich positiv überrascht werde. Ohne größere Erwartungen an BRIGHTBURN heran gegangen, wurde ich 90 Minuten lang hervorragend unterhalten. Das liegt zum einen an der unverbrauchten Horrorgeschichte und zum anderen an der hochwertigen Optik und den guten Darstellern. Die paar schwächeren CGIs, sowie das etwas übertriebene Ende lässt sich da locker verschmerzen. Ein rundum gelungener SciFi-Horrormix.

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