Review: THE PRODIGY

(USA 2019)

Regie: Nicholas McCarthy

Mit: Jackson Robert Scott, Taylor Schilling, Peter Mooney

Freigabe: ab 16 Jahren

Release: 07.02.19 (Kino)

copyright Splendid Film

Story: Der 8jährige Miles hat von Geburt zwei verschieden farbige Augen, aber das ist bei weitem nicht das Einzige, was den Jungen etwas anders macht. Zunächst fällt seine Hochbegabung auf, aber eben auch eine steigende Aggressivität…und niemand ahnt in welcher Bedrohung sich sein Umfeld befindet.

Kritik: Wo wir in unserer Kritik zum ähnlich gelagerten Film BRIGHTBURN noch viel Lob ausgeschüttet haben, bleibt THE PRODIGY dagegen klar auf der Strecke. Der erste große Fehler des Films zeigt sich schon in den ersten Minuten. Aus mir völlig unverständlichen Gründen verrät der Film hier bereits, was die Ursache der Andersartigkeit des Jungen ist. Das wäre eigentlich nicht weiter schlimm, wenn sich der Strifen im weiteren Verlauf hauptsächlich mit den Auswirkungen beschäftigen würde. Stattdessen betreiben die ahnungslosen Protagonisten eine gute Stunden Ursachenforschung. In der Folge entsteht natürlich entsprechende Langeweile beim wissenden Zuschauer.

Zweites Problem von THE PRODIGY ist seine Vorhersehbarkeit. Dass bei den JumpScares nicht vorher ein Untertitel „Achtung JumpScare folgt“ durchläuft ist auch schon alles. Nichts an dem Film überrascht und auch Jackson Robert Scott spielt das böse Kind nicht mit letzter Konsequenz und Überzeugung. Der Rest des Casts ist unauffällig.

Auf der Habenseite kann man dem Film anrechnen, dass er es in der ein oder anderen Szene schafft eine dichte Atmosphäre zu kreieren und Zartbesaitete werden sicher auch die ein oder andere Gänsehaut verspüren. Aber selbst für Gelegenheitshorrorfans ist das alles zu abgenudelt, um wirklich zu fesseln. Der gelungene, finale Showdown rettet THE PRODIGY dann zumindest in den Durchschnitt.

Fazit: Puh…THE PRODIGY ist einer dieser Filme, die niemand so wirklich braucht. Alles schon mal (besser) gesehen und dazu mit dem groben Schnitzer den Dreh- und Angelpunkt bereits zu Anfang zu verraten. Mit einem besseren letzten Drittel schafft es der Film dann gerade so in die Durchschnittsbewertung, ist aber dennoch als Kinofilm viel schwächer als so manche Direct-to-Video-Produktion.

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