Review: GRETA

(USA 2018)

Regie: Neil Jordan

Mit: Chloe Grace Moretz, Maika Monroe, Isabelle Huppert

Freigabe: FSK ab 16

Release: 20. September 2019 (Heimkino)

Story: Frances stößt in einer New Yorker U-Bahn auf eine herrenlose Handtasche. Da sie darin einen Ausweis findet, bringt sie das verlorene Stück zu ihrer Besitzerin. Aus dem scheinbar zufälligen Kontakt, entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Frances und der einsamen Greta. Doch schnell muss Frances feststellen, dass mit Greta irgendetwas nicht ganz stimmt.

Kritik: Dass Regisseur Neil Jordan sein Handwerk versteht, muss er nicht mehr beweisen. So geht beispielsweise der Erfolgshorror Interview mit einem Vampir auf die Kappe des irischen Filmemachers. Und auch vor der Kamera agiert mit der erst 22jährigen Chloe Grace Moretz Einiges an Genre-Erfahrung. Moretz spielte u.a. bereits die Hauptrolle in den Remakes zu Let me in, Suspiria und Stephen King’s Carrie. Diese Erfahrung vor und hinter der Kamera zeigt sich in GRETA auch sehr schnell. Der Film versteht es in der ersten Hälfte ungemein gut eine gewisse Spannung aufzubauen und erinnert dabei ein wenig an die Werke Alfred Hitchcocks.

Wenn dann etwa in der Mitte des Films langsam etwas klarer wird, wohin das alles steuert, schafft es GRETA wirklich sehr gut zu fesseln. Selbst der Zuschauer fühlt sich verfolgt und man sucht den Bildschirm stets nach vermeidlichen Stalkern ab. Dabei kommt der Film auf leisen Sohlen ohne den Einsatz plumper Jump Scares. Freunde blutiger Filme kommen hier im übrigen so gut wie gar nicht auf ihre Kosten. Lediglich in einer Szene fließt ein wenig roter Saft. Greta ist viel mehr Psychothriller als Horrorfilm.

Leider schafft es GRETA im letzten Drittel nicht die sehr gute erste Hälfte zu nutzen und sobald die Situation dann richtig eskaliert, sind einige Szenen ein wenig übertrieben. Am Ende gehen dem Film ein wenig die Ideen aus, um den sehr guten Eindruck der ersten Hälfte aufrecht zu erhalten. Isabelle Huppert erinnert in ihrer Darstellung von Greta ein wenig an Kathy Bates und ihrer tollen Leistung in Stephen King’s Misery ohne dabei ganz dieses Niveau zu erreichen. Am Ende

Fazit: In der ersten Hälfte bietet GRETA enorm spannendes Thrillerkino, dass es spielend schafft den Zuschauer zu fesseln. Leider enttäuscht der finale Showdown ein wenig und der Film endet recht abrupt. Davor gibt es aber sehr gute Darsteller und jede Menge Suspense zu erleben. Somit ist der Film eine klare Empfehlung für Fans leiser Psychothriller. Für Freunde actionreicher, blutiger Horrorkost ist GRETA weder gemacht noch geeignet.

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