Review: CHILD’S PLAY

(USA 2019)

Regie: Lars Klevberg

Mit: Gabriel Bateman, Aubrey Plaza, Tim Matheson

Freigabe: FSK ab 16

Release: 22. November 2019

Story: Der kleine Andy bekommt von seiner Mutter eine Spielzeugpuppe geschenkt, die mit ihrem intelligenten Spracherkennungssystem viel mehr kann als nur einzelne Sätze sprechen…sie will dein bester Freund sein und wehe jemand drängt sich zwischen Andy und die Puppe.

Kritik: Bei uns wurden die Originalfilme in den 80er und 90er-Jahren unter dem Titel Chucky – Die Mörderpuppe und die entsprechenden Sequels bekannt. In den USA hießen die Filme schon damals Child’s Play, wie das hier vorliegende Reboot der Reihe. Egal ob Remake oder Reboot…die Skepsis der Horrorfans steigt jedes Mal ins Unermessliche und nicht selten, wird dabei wenig fair über die Qualitäten der Neuauflagen berichtet.

copyright Capelight Pictures

Wenn man eines Child’s Play im Jahr 2019 nicht vorwerfen kann, ist es der Mangel an eigenen, neuen Ideen, denn der Film geht völlig andere Wege als das Original. So ist es hier schlicht einem technischen Defekt geschuldet, dass Chucky sein mörderisches Eigenleben entwickelt und nicht wie in den 80ern noch der Geist eines Serienkillers, der in die Puppe gefahren ist. Hier zeigt sich Child’s Play mit seiner Killer-Alexa-Interpretation sehr clever und auf jeden Fall deutlich glaubwürdiger als die Original-Geschichte.

Natürlich ist auch die Technik weiter als damals und so ist Chucky mittlerweile vollständig animiert, was aber wirklich sehr gut gelungen ist und nur so künstlich wirkt, wie eine Spielzeugpuppe nun mal auch ist. Hinzu kommt die Tatsache, dass im Gegensatz zu so manchem Sequel der Originalreihe, der Humor in weiten Teilen zurück gefahren wurde. Child’s Play nimmt sich zwar auch nicht überernst, versteht es aber durchaus eine düstere Grundstimmung zu kreieren, wie es beim allerersten Originalfilm auch noch der Fall gewesen ist.

Wenn Chucky dann seinem Handwerk nachgeht, ist das überwiegen Handarbeit. Soll heißen…ja trotz animierter Puppe, wird hier von Hand gekillt und echtes Kunstblut verwendet. Zwar kommen auch einzelne CGIs zum Einsatz, aber stets im Hintergrund und nur als Unterstützung und niemals als tragendes Element….so muss das sein.

Obwohl Horrorfans ja eigentlich wissen, was kommt und Child’s Play da auch keine Twists oder ähnliches fährt, schafft es der Film wirklich Spannung zu erzeugen und diese auch hoch zu halten. Das Erzähltempo ist angenehm hoch und lässt zu keinem Zeitpunkt Längen oder gar Langeweile aufkommen.

Fazit: Mit Child’s Play ist eine sehr gute Neuauflage einer klassischen Horrorreihe gelungen. Vergleicht man den Film mit den restlichen, klassischen Neuauflagen, wie Halloween, Freitag der 13. oder Nightmare on Elm Street, so ist er definitiv die sinnvollste und sehenswerteste Neuinterpretation. Mit cleveren, eigenen Ideen und viel Gefühl für das Original hat man hier einen Horrorfilm geschaffen, der einfach Spaß macht. Sehr schön…wir sind gespannt, ob es Sequels geben wird.

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