Review: ANNABELLE 3

(USA 2019)

Regie: Gary Dauberman

Mit: Vera Farmiga, Patrick Wilson, Medison Iseman

Freigabe: FSK ab 16

Release: 21. November 2019

Story: Nachden Geschehnissen aus dem ersten Teil, nehmen die Warren’s die Puppe Annabelle an sich, um sie sicher zu verwahren. Doch die Neugier der Nachbarskinder ist groß und so dauert es nicht lange bis erneut das Tor zur anderen Seite geöffnet wird.

Kritik: Tatsächlich ist Annabelle 3 der erste Film von Regisseur Gary Dauberman. Ihn aber als Mann ohne Erfahrung zu sehen, wäre völlig falsch. So war Dauberman bisher ausgiebig als Drehbuchautor zuständig. So hat er bislang u.a. die Drehbücher zu allen drei Annabelle-Filmen geschrieben. Außerdem auch die Skirpte zu Wolves at the door, The Nun, Within und das Screenplay für die beiden ES-Remakefilme. Demnach kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Dauberman über ausreichend Erfahrung verfügt. Und ja diese Erfahrung merkt man bei Annabelle 3 von der ersten Minute an. Dauberman zeichnet von Beginn an interessante Charakter und das obwohl es sich überwiegend um Kids und junge Teenager handelt. Und auch atmosphärisch fängt der Film sehr viel von der Conjuring-DNA ein.

Im weiteren Verlauf lässt sich der Film allerdings sehr viel Zeit und erzeugt dabei natürlich entsprechende Längen. Zu lange hält man den Zuschauer mit schauriger Musik und langsamem Schleichen durch dunkle Zimmer hin ohne das wirklich etwas passiert. Auch storytechnisch wird der Leerlauf kaum genutzt, um allzu Interessantes zu erzählen. Wer gut aufpasst und sich etwas mit den echten Warren’s beschäftigt hat, der kann in einer Spielshow, die im TV läuft aber zumindest die Original-Annabelle-Puppe entdecken, die vom Design der Filmpuppe deutlich abweicht.

So plätschert die erste Stunde mit dem typischen Dingen dahin. Türen öffnen sich von selbst, Schaukelstühle wackeln und ein Klavier spielt scheinbar von alleine. Nichts womit man im Jahr 2019 noch großartig gruseln könnte. Bis zu den ersten etwas intensiveren JumpScares vergeht dann auch fast eine ganze Stunde. Dennoch magelt es Annabelle 3 an erzählter Geschichte. Stattdessen werden die Protagonisten, gemeinsam mit dem Zuschauer stetig, wie durch eine Geisterbahn geschickt. Das hat mal recht spannende Settings zur Folge (Fährmann), aber auch ziemlich Schwache (Höllenhund).

Im Finale werden die JumpScares häufiger und fast alle Kreaturen des Conjuring-Universums dürfen mal kurz erschrecken. Dabei endet der Showdown reichlich unspektakulär und am Ende reichlich unkreativ, wie die gesamte Storyline von Annabelle 3. Dazu kommt, dass es recht unglaubwürdig scheint, dass die Warrens ihr Kind mit Babysitter und DEM Arsenal an bösen Geistern, die sie nun mal in ihrer Geheimkammer beherbergen, allerine lassen würden.

Wo schon Teil 2 nicht wirklich gelungen war, versuchte dieser aber zumindest noch eigene Ideen einfließen zu lassen. Ein Umstand der hier vollkommen fehlt.

Fazit: Was zu Beginn durch eine hochwertige Inszenierung wett gemacht wird, setzt die Ideenlosigkeit von Annabelle 3 dagegen wieder in den Sand. Der Film ist eine einzige, zaghafte Fahrt durch eine Geisterbahn. Wirkliche Ergänzung zum Conjuring-Universum findet nicht statt und auch als eigenständiger Film oder auch als Sequel erzählt Annabelle 3 wenig bis nichts und ist dadurch reichlich überflüssig.

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