Review: THE BLOOD LANDS

(GB 2014)

Regie: Simeon Halligan

Mit: Pollyanna McIntosh, Lee Williams, Joanne Mitchell

Freigabe: FSK ab 16

Release: 22. November 2019

Story: Sarah und Ed verbringen die erste Nacht in ihrem neuen Zuhause, einem abgelegenen Bauernhaus an der schottischen Grenze – fernab ihres stressigen Londoner Großstadtlebens. Sie sind überglücklich, doch der Schein trügt…Als die Dunkelheit hereinbricht vermutet Sarah, dass sie nicht allein sind. Ed geht der Sache auf den Grund und der Abend wird zum Albtraum, denn sie sind hier nicht erwünscht…

copyright Lighthouse Home Entertainment

Kritik: Es gibt Filme, die bewegen sich, aus welchen Gründen auch immer, unter dem Radar. So wurde The Blood Lands (original: White Settlers) bereits 2014 abgedreht. Erst jetzt findet der Film seinen Weg in die deutschen Heimkinos. Das ist erstaunlich, da der Film mit Polyanna McIntosh (The Walking Dead, Darlin‘) über eine durchaus prominente Hauptdarstellerin verfügt. Einer der großen Vorteile von The Blood Lands. Wo in ähnlich gelagerten Filmen dickbusige Blöd-Tennies nerven und meist schlecht schauspielern, gelingt es Frau McIntosh durchaus viel von ihrer schauspielerischen Fähigkeiten zu zeigen. So sind die Charaktere im Film durchaus überdurchschnittlich sympathisch.

Ansonsten bietet The Blood Lands Backwoodhorror im schottischen Hinterland, was eine hervorragende Kulisse für diese Art Film bietet. Wenn gleich es nichts zu sehen gibt, was irgendwie neu wäre. Dafür istd as ganze solide und spannend inszeniert. Insbesondere die knappe Laufzeit von unter 80 Minuten lässt nicht viel Spielraum für Längen. So schafft es The Blood Lands nach der etwa 25minütigen Einleitung spielend die Spannung hochzuhalten.

Übermäßig brutal gestaltet sich der Film nicht, bietet aber dann doch ein bis zwei Szenen, die zumindest dazu führen, dass man sich selbst dabei ertappt, wie man sich ein leises „Autsch“ zu flüstert (>>Achillessehne). Was in den frühen 1990ern noch definitiv zu einer roten Freigabe geführt hätte, ist heute mit einer Freigabe ab 16 Jahren durchaus vertretbar.

Das Finale gerät dann ein wenig überraschend bzw. seltsam. Wir wollen an dieser Stelle nicht spoilern, aber es ist sicher ein wenig fragwürdig und wird nicht jeden zufrieden stellen. Zumindest ist es dann mal etwas anders, als man es erwarten würde, was wir durchaus positiv werten würden.

Fazit: Die Mischung aus Home Invasion und Backwood erfindet das Rad definitiv nicht neu, glänz aber mit überdurchschnittlichen Darstellern und zügigem Tempo. Fans von Filmen, wie Wrong Turn sollten definitiv mal einen Blick riskiereren. Über das Finale kann man geteilter Meinung sein.

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