Fokus: BLUMHOUSE PRODUCTIONS

Wenn im Kinosaal die Symptome kalter Angstschweiß, aufgestellte Nackenhaare und Gänsehaut am ganzen Körper auftreten, dann hat bestimmt er seine Finger im Spiel:  Jason Blum. Mit seiner Produktionsfirma Blumhouse Productions sorgt er nicht nur für einen erfolgreichen Gruselstreifen nach dem anderen, sondern zeichnet sich auch für eine Menge Filme außerhalb des Genres verantwortlich. Gute Gründe, sich die außergewöhnlich erfolgreiche Geschichte von Blumhouse einmal genauer anzuschauen.

Paranormal Activity oder wie alles begann

Jason Blum, Jahrgang 1969, studierte am Vassar College im Bundesstaat New York und arbeitete anschließend einige Jahre als freier Filmproduzent. Im Jahr 2000 entschloss er sich dann dazu, mit Blumhouse Productions seine eigene Filmschmiede zu gründen. Begonnen hat der Erfolg seiner Produktionsfirma dann vor zwölf Jahren mit „Paranormal Activity“: Der Found-Footage-Film, mittlerweile zum Klassiker avanciert, wurde von Blum unter der Regie von Oren Peli produziert und entwickelte sich zum Überraschungserfolg. Mit Kosten von gerade einmal 15.000 Dollar spielte der Streifen weltweit über 193 Millionen Dollar ein und ist damit einer der profitabelsten Filme aller Zeiten. Blum bewies, dass ein guter Film nicht zwangsläufig teuer sein muss. Er setzte sich im Gegenteil von all den Hollywood-Hochglanzproduktionen ab und schuf eine ganz neue Form des Horrors.

Halloween, Get Out, The Purge: Horror der Maßstäbe setzt

Bis heute bleibt Blumhouse diesem Rezept treu und hat sich so seine ganz eigene Nische geschaffen. Und das mit großem Erfolg, denn Paranormal Activity war keine Eintagsfliege. Über die folgenden Jahre produzierte die Firma eine Liste an Filmen, die sich sehen lassen kann: Titel wie „The Purge – Die Säuberung“, „Halloween“ sowie der Riesenerfolg „Get Out“ zählen allesamt zu den erfolgreichsten Genrestreifen der letzten Jahre. Insgesamt zeichnet sich Blums Produktionsschmiede für beinahe 100 Filme und Serien verantwortlich. Die Firma selbst bezeichnet ihren Stil als „high-quality micro-budget“ und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Ganz gleich, welchen Film man sich anschaut, eins haben sie alle gemeinsam: Im Vergleich zur Konkurrenz sind sie günstig und hochprofitabel. Und jeder, der schon einmal einen Blumhouse-Streifen gesehen hat, weiß: Günstig ist hier nicht mit billig zu verwechseln, denn in puncto Qualität und Gruselfaktor stehen die Filme ihren teureren Mitbewerbern in nichts nach.

Whiplash und BlacKKKlansman: Abseits des Horrors zum Oscar

Doch obwohl Blum vor allem für seine Horrorfilme bekannt ist, produziert er auch abseits des Genres großartige Werke. Hier sind aus den letzten Jahren beispielsweise die Oscar® prämierten Whiplash von Damien Chazelle sowie BlacKKKlansman von Spike Lee zu nennen, die hohe Wellen schlugen. Auch diese Filme beweisen: Ein One Trick Pony ist die Firma von Jason Blum gewiss nicht und man sollte vorsichtig sein, sie auf den Horror zu reduzieren. Auch wenn der jüngste Film des Produzenten wieder ein waschechter Gruselstreifen ist!

Black Christmas: Der nächste Blumhouse-Streich

Am 12. Dezember 2019 startet die Neuauflage eines 1974er Horrorfilm-Klassikers: BLACK CHRISTMAS in den deutschen Kinos. Kurz vor Weihnachten treibt sich auf dem Campus einiger junger Frauen der Mu-Kappa-Epsilon-Verbindung ein skrupelloser Killer herum. Doch dieser wird überrascht, als die jungen Frauen sich der Opferrolle verwehren und gnadenlos zurückschlagen. So entsteht unter der Regie von Sophia Takal ein erfrischend abwechslungsreicher Slasher, der das altbewährte Katz-und-Maus-Spiel umdreht und Rache auf den Wunschzettel der jungen Frauen, verkörpert u.a. von Imogen Poots („28 Weeks Later“) und Lily Donoghue („Grey’s Anatomy“), nach ganz oben setzt. Da kann auch mal eine handelsübliche Lichterkette zur tödlichen Waffe werden…

copyright Universal Pictures

Pünktlich zum Fest der Liebe verspricht uns Grusel-Garant Blumhouse Productions also wieder einmal schaurig schöne Überraschungen. 

Während sich Riley Shane (Imogen Poots, Green Room) und ihre Freundinnen aus der Mu-Kappa-Epsilon-Verbindung des Hawthorne College – Athletin Marty, Rebellin Kris und Feinschmecker Jesse – auf die Feiertage vorbereiten, beginnt ein schwarz maskierter Killer, Studentinnen abzuschlachten. Können Riley und ihre Freundinnen überhaupt noch einem Mann vertrauen? Was ist mit Martys Lover Nate, Rileys neuem Liebhaber Landon oder auch dem angesehenen Dozenten Professor Gelson (Cary Elwes, Die Braut des Prinzen)?

Mit BLACK CHRISTMAS legt die junge Regisseurin Sophia Takal eine so kühne wie kraftvolle Neuinterpretation des gleichnamigen Slasher-Klassikers aus dem Jahre 1974 vor. Wer auch immer sich hinter der Maske des Killers verbirgt: Er wird erfahren müssen, dass eine neue Generation junger Frauen nicht mehr länger bereit ist, die Rolle des Opfers zu übernehmen.

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