Review: DONNYBROOK

(USA 2018)

Regie: Tim Sutton

Mit: Frank Grillo, Jamie Bell, Margaret Qualley

Freigabe: FSK ab 18 Jahren

Release: 28. November 2019

Story: Ex-Marine `Jarhead‘ Earl (Jamie Bell) ist bereit, alles zu tun, um seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Der psychopathische Crystal Meth-Dealer `Chainsaw‘ Angus (Frank Grillo) hinterlässt eine Spur des Todes, wo auch immer er auftaucht. Und seine geheimnisvolle Schwester Delia (Margaret Qually) hat nichts mehr zu verlieren. Die Wege dieser drei Menschen kreuzen sich beim jährlich statt findenden, drei Tage andauernden illegalen Bare-Knuckle-Fight Donnybrook. Auf dessen Sieger wartet ein Preisgeld von 100.000 Dollar und ein besseres Leben. Und auf den Verlierer der Tod.

Kritik: Bei Donnybrook – Below The Belt handelt es sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Buches von Frank Bill, dass in Deutschland im Jahr 2014 erschienen ist. Ich schreibe diese Kritik hier ausdrücklich in Unkenntnis der Buchvorlage und kann daher zu der Vorlage keinen Bezug nehmen.

Betrachtet man sich die Storyline, das Cover und die rote Freigabe des Films, so könnte der geneigte Fan schnell in ein falschen Fahrwasser gelangen. Donnybrook ist kein brutaler Actionreißer rund um ein Last-Man-Standing-Turnier, sondern ein realitätsnahes, teilweise hochemotionales Drama. Dabei ist das Erzähltempo langsam und der Fokus liegt auf der Ausweglosikgkeit, der Hoffnungslosigkeit….Donnybrook ist ein verdammt depremierendes Stück Film. Dabei steht der junge Familienvater und Kleinkriminelle Jar im Mittelpunkt der Erzählung. Jamie Bell spielt das sehr gut und man kann die Verzweiflung, die ihn treibt spüren. Und auch Frank Grillo, der hier einen ziemlichen Soziopathen gibt, macht seinen Job wirklich sehenswert gut.

So entwickelt sich im weiteren Verlauf so eine Art Vater-Sohn-Roadmovie Over The Top-Variation, die aber so grob, rau, kalt und drückend daher kommt, wie man es sich kaum strammer vorstellen kann. Wirklich sympathisch ist hier niemand, einen Hoffnungsschimmer gibt es eigentlich auch nie und so tut man dem Film sicher nicht unrecht, wenn man ihn schlicht nihilistisch nennt. In der Dramaturgie steckt dann auch die große Stärke des Films.

Dabei wird Donnybrook es aber etwas schwer haben das richtige Publikum zu finden, denn den Actionfans ist hier zu wenig los und für Freunde dramatischer Geschichten, könnte der Film in Sachen Brutalität eine Herausforderung sein. Am Ende der 100 Minuten Laufzeit entfallen auf das eigentlich namensgebende Turnier gerade einmal die letzten 15 Minuten.

Fazit: Wer einen Actionreißer erwartet könnte von Donnybrook enttäuscht werden, denn Szenen mit harter Action sind so richtig erst im letzten Drittel zu finden. Davor entfaltet sich aber ein intensives und durchaus sehenswertes Drama, dass unglaublich rau und kalt daherkommt. Ein Film, der wirkt, aber selbstredend keinswegs partytauglich ist.

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