Review: THE PRIEST

(USA 2017)

Regie: Mark Savage

Mit: Luke Albright, Trista Robinson, Gary Cairns

Freigabe: FSK ab 18 Jahren

Release: 05. Dezember 2019

Story: Vincent ist Priester und betreibt zusammen mit seinem Bruder Michael am Highway eine mobile Kirche. Reuigen Sündern erteilen sie Rat und Absolution, alle anderen werden direkt ins Jenseits befördert. Als die Brüder auf die Psychopathin Mary-Francis treffen, ist das der Anfang eines blutigen Infernos, das keine Grenzen zu haben scheint.

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Kritik: Von Beginn an tut man sich mit dem Horrorthriller The Priest ein wenig schwer. Das liegt vor allem daran, dass die deutsche Synchronisation nicht wirklich gelungen ist und die Stimmen wenig passend zu ihren Protagonisten erscheinen. Wer also kann, der sollte zumindest in Erwägung ziehen The Priest im englischen Originalton zu schauen. Da die Story zwar nicht schwer, dafür aber mit Bibelsprache und Zitaten gespickt ist, kann das zum Teil etwas herausfordernd sein. Nicht, dass man Probleme hätte dem Geschehen zu folgen, denn verworren ist die Geschichte nun wahrlich nicht, aber wenn man jedes Wort verstehen will. Man orientiert sich hier klar an Vorbildern, wie Der Blutige Pfad Gottes.

Ansonsten kommt The Priest in der ersten halben Stunde nicht so recht in Gange und man merkt deutlich, dass man sich hier im unteren B-Movie-Bereich bewegt. Was einen dann aber dennoch bei der Stange hält ist die Tatsache, dass der Priester für eine ungeschnittene FSK 18-Fassung doch recht brutal zu Werke geht. Zwar sind die Spezialeffekte nun keine Augenweide und auch kein Splatterfeuerwerk, aber zumindest handegamacht und ohne billige CGIs.

Überraschend drückt The Priest in den letzten 20 Minuten dann noch mal ordentlich auf’s Gas und kann teilweise sogar ein paar Atmosphärepunkte sammeln. Auch hier sei nochmal erwähnt, dass die FSK den Film an einem schlechten Tag so nicht durchwinkt. Der Soundtrack ist geprägt von Synthie-Klängen, die nicht sonderlich auffallen. Hier werden keine Glanzpunkte gesetzt, zieht dem Zuschauer aber auch nicht den Nerv, wie es öfter in dieser Kategorie Film vorkommt.

Fazit: Wer sich auf The Priest einlässt sollte wissen, dass wir es hier mit einem Low-Budget-Film zu tun haben und das sieht man auch. Fans, die sowas nicht stört, werden mit handgemachten und soliden Effekten insbesondere in der zweiten Filmhälfte gut unterhalten. Definitiv kein Film für die breite Masse, aber durchaus einen Blick wert.

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