Review: HELL IS WHERE THE HOME IS

(USA 2018)

Regie: Orson Oblowitz

Mit: Angela Trimbur, Jannel Parrish, Sebastian Sozzi

Freigabe: FSK ab 18

copyright Pierrot LeFou

Story: Sarah (Angela Trimbur), ihr Verlobter Joseph (Zach Avery), Sarahs Collegefreundin Estelle (Janel Parrish) und deren Lebensgefährte Victor (Jonathan Howard) mieten gemeinsam eine luxuriöse Villa mitten in der Wüste Mexikos. Gerade als sie sich für einen lustigen Abend einrichten wollen, klingelt es an der Tür. Draußen steht eine unscheinbar wirkende Frau (Fairuza Balk), die angeblich eine Autopanne hatte. Ohne es zu ahnen, läuten die vier Freunde mit ihrer Hilfsbereitschaft eine Nacht der schier unerträglichen Qualen ein, denn die so harmlos aussehende Frau ist nur die Vorhut. Schon bald gerät das Wochenende zu einem brutalen Kampf ums nackte Überleben!

Kritik: Es ist mal wieder sowiet….ein Home Invasion-Thriller klopft an, um uns mit den bekannten Mustern des Subgenres das Fürchten zu lehren. Das funktioniert in einigen Filmbeispielen der letzten 20 Jahre sehr gut, in zahlreichen schnell abgekurbelten Trittbrett-Filmchen aber auch eher schlecht. Hell is where the Home is gehört glücklicherweise zur ersten Kategorie und ist ein bemerkenswerter Debutfilm von Regisseur Orson Oblowitz.

Alles beginnt, wie es beginnen muss….zwei Pärchen, die am Scheideweg ihrer Beziehungen stehen, mieten sich ne schicke Hütte, um zu entspannen und so ihre Probleme vielleicht aus dem Weg räumen zu können. Dabei macht Einführung zunächst wenig Hoffnung auf einen guten Film, da die Charaktere doch sehr austauschbar und wenig sympathisch erscheinen. Knappe 30 Minuten hält sich der Film damit auf, was angesichts der fehlenden Tiefe der Charaktere ein wenig zu Längen führt.

Mit einem Klingeln an der Tür erlöst das Drehbuch dann den Zuschauer und zieht von nun an die Spannungsschraube massiv an. Was folgt sind zahlreiche Wendungen, einige recht blutige Details und ein hohes Tempo. Dabei zeigt sich Oblowitz wohl als Freund der Inszenierungen eines Dario Argento’s und huldigt diesem mit zahlreihen blauen und pinken Neonfiltern, die dem Ganzen eine interessante Optik verleihen.

Positiv sei auch der Elektro-Soundtrack des Films erwähnt, der das Geschehen stetes passend und ein wenig hektisch untermalt. Dabei liefern die Darsteller eine Leistung, die in Ordnung geht ohne dabei die ganz großen Glanzpunkte zu setzen, was die Charaktere aber nun auch weniger her geben.

Fazit: Debutfilme sind ja immer so eine Sache. Als Kritiker kann man nicht mit vorangegangenen Werken vergleichen und weiß im Vorfeld auch nicht so recht, was einen wohl erwartet. Umso schöner, wenn es ein solcher Film dann schafft gut zu unterhalten und das tut Hell is where the Home is definitiv. Selbst wenn er kein Meilenstein ist und auch den Home Invasion-Film nicht neu erfindet, so liefert er doch einige gute Ideen, ist stilsicher inszeniert und ind er zweiten Hälfte auch ordentlich blutig und spannend. Somit ist für Fans des Genres alles angerichtet und die sollten sich Hell is where the Home is definitiv nicht entgehen lassen.

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