Review: KILLERMAN

(USA 2019)

Regie: Malik Bader

Mit: Liam Hemsworth, Mike Moh, Zlatko Buric

Freigabe: FSK ab 18

Release: 13. Dezember 2019

Story: Der Kleinkriminelle Moe Diamond (Liam Hemsworth) verdient sich seinen Lebensunterhalt als Geldwäscher für den berüchtigten Drogenboss Perico (Zlatko Buric). Gemeinsam mit Pericos Neffen Skunk (Emory Cohen), tauscht er Geld gegen Goldbarren und Goldbarren gegen Diamanten ein. Nachdem eine wichtige Übergabe kurzfristig verschoben werden musste, beschließen Moe und Skunk kurzerhand mit dem Geld des Bosses einen Alleingang zu wagen. Doch der geplante Deal läuft gehörig aus dem Ruder: Korrupte Cops eröffnen das Feuer und Moe und Skunk finden sich in einer spektakulären Verfolgungsjagd wieder, die zu einem verhängnisvollen Unfall führt. Moe verliert dabei sein Gedächtnis und alle Versuche,sich an die Vergangenheit zu erinnern, scheitern. Unterdessen setzt der skrupellose FBI-Agent Bill O’Donnell (John Cenatiempo) alle Hebel in Bewegung, um die heiße Ware, die Moe auf seiner Flucht bei sich hatte, zurückzubekommen. Dabei ist er sogar bereit über Leichen zu gehen …

Kritik: Puh…nach manchen Filmen sitzt man als Zuschauer noch ein paar Momente auf seinem Platz und muss sich erst mal schütteln. KILLERMAN ist ein Wechselbad in jeder Hinsicht. Teilweise unglaublich mitreißend und zu gleich mit Längen durchsetzt, manchmal ein Stück zu zäh, dann wieder total rasant und dabei richtig, richtig düster. Eins vorweg: Der Killerman ist kein Action-Reißer und garantiert kein Film für Jedermann. Eher eine Mischung aus Thrillerdrama mit extremer FilmNoir-Neigung. Die Action-Szenen sind eher selten und kommen so plötzlich, wie sie dann auch schon wieder vorbei sind. Dabei geht es eher selten richtig blutig zu, dafür aber äußerst kalt und roh, was die Freigabe ab 18 Jahren eventuell rechtfertigt. Diese dürfte aber eher darin begründet liegen, dass im gesamten Film keine einzige positiv agierende Person vorkommt. Hier hat einfach jeder Dreck am Stecken…und das nicht zu knapp.

Dabei ist das größte Manko die Spannungskurve, denn Regisseur Malik Bader leistet sich so einige Längen. Insbesondere in den ersten und in den letzten 30 Minuten des Films kommt die Geschichte recht schleppend voran. Dabei setzt Bader auf einen thematisch passenden Indie-Look, der das Gezeigte selbst auf hochauflösender BluRay recht grobkörnig darstellt und somit optisch wie inhaltlich meilenweit entfernt ist von ähnlich gelagerten Mainstream-Produktionen.

Die Darsteller rund um Liam Hemsworth machen ihre Sache durchweg gut, wenn gleich hier kaum mehr als eine düstere Mimik verlangt wird. Die Inszenierung ist gut und die Kamera-Arbeit beweist auch in schnelleren Szenen eine ruhige Hand, was mit persönlich lieber ist, als dieses Mittendrin-Gefühl-Gewackel, dass mittlerweile so modern im Actionkino geworden ist.

So kann Killerman am Ende nur über sich selbst und die Erwartungen des Zuschauers stolpern, denn die Freigabe, Titel und Cover könnten schnell zu der Annahme verleiten, dass es sich hier um harte Action a la Death Wish oder The Punisher handelt. Dem ist aber ganz und gar nicht so, wenngleich Killerman sicher kein Kindergeburtstag ist.

Fazit: Wer mit ultra düsteren Stoffen gut klar kommt und kein Actionfeuerwerk erwartet, der bekommt mit Killerman einen interessant anders gelagerten Thriller serviert, in dem alles dunkel ist. Die Charaktere, die Schauplätze, die Handlungen….Moral beweist hier niemand. Weder die Cops, noch die bösen Jungs.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.