Review: BOOK OF MONSTERS

(GB 2018)

Regie: Stewart Sparke

Mit: Lyndsey Crane, Lizzie Stanton, Anna Dawson

Freigabe: FSK ab 16

Release: 02. Januar 2020

Story: Sophies 18. Geburtstag läuft aus dem Ruder und wird zu einem unerwarteten Blutbad, als Monster in ihr Haus eindringen und anfangen, die Partygäste zu verschlingen. Sophie und ihre verbliebenen Freunde müssen jetzt zusammenhalten, um ihre Party-Crasher zurück in die Hölle zu schicken. Hilfe erhält sie aus alten Notizen ihrer verstorbenen Mutter, die einst auch gegen die Monster kämpfen musste.

Kritik: Wer von euch in den 60ern oder 70ern geboren ist, der wird sich wohl noch gut erinnern können. Die Effekte sahen nicht gut aus, waren aber handgemacht. Die Monster kamen aus der Werkstatt, statt aus dem Computer und fehlende Technik wurde mit Hektolitern Kunstblut kompensiert. Ja es war eine andere Zeit und es waren andere Filme. Diesen Werken der Vergangenheit versucht Book of Monsters zu huldigen. Das gelingt allerdings nur in Teilen.

Eigene Ideen kann der Crowdfunding-finanzierte Horrorfilm kaum aufweisen. Überforderte Teenanger, eine Party und ein dämonisches Buch…das sind die Grundzutaten der Splatterkomödie. Was im Opener noch recht atmosphärisch gelingt, mutiert im weiteren Verlauf zu einem recht planlosen Blutgemansche. Ein Spannungsbogen ist nicht vorhanden und die Gags sind viel zu gewollt und gezwungen auf Kult getrimmt.

Grundsätzlich ist es natürlich sympathisch, dass man in Book of Monsters unter völliger Abwesenheit vom Computertricks Monster auf Jugendliche hetzt. Aber nichts will so recht beeindrucken. Das Monsterdesign ist langweilig, die Splattereffekte sehr billig und die Darsteller komplett nervig. Die schwache, deutsche Synchronisation passt zwar zum gehuldigten Jahrzehnt, ist aber halt dennoch schwach. Dazu kommt, dass man sich den Soundtrack fast vollständig gespart hat, was in einer Hommage an die damaligen Filme einfach gar nicht geht.

Aber Book of Monsters ist nich komplett schlecht. Mit seinen knapp 80 Minuten Laufzeit ist er sehr straff und hält sich nicht lange auf. Es passiert eigentlich von der ersten bis zur letzten Minute immer etwas und wenn man mit ein paar Kumpels und ordentlich Bier vorm TV sitzt, wird man sich nicht langweilen. Eine gewissen Trash-festigkeit sollte man allerdings schon mitbringen.

Fazit: Wer die 80er verehrt und die Filme von damals vermisst, der könnte durchaus Spaß haben an Book of Monsters. Für eine gute Hommage fehlt aber einfach zu viel, um nachhaltig zu beeindrucken. Wenn sich der Bierverbrauch vor dem TV in der selben Region bewegt, wie der Blutzoll im Film, wird es für einen Trash-Partyabend reichen.

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