Review: YOU MIGHT BE THE KILLER

(USA 2018)

Regie: Brett Simmons

Mit: Alyson Hannigan, Fran Kranz, Kym Canon

Freigabe: ungeprüft

Release: 16. Dezember 2019

Story: Ein Sommercamp, viele Betreuer und ein wahnsinniger Killer. Was erwartest du? Es gibt natürlich jede Menge Leichen, aber wer ist hier der Killer und wer das Opfer? Und woher kommt diese seltsame Maske? Nur die Sam’s Freundin Chuck, die ein Faible für Horrorfilme hat, kann Sam und seinen Freunden jetzt noch helfen…wenn sie denn nur an ihr verdammtes Telefon gehen würde.

Kritik: Parodien an Horrorfilme gibt es ja bekanntlich wie Sand am Meer. Mal etwas besser und mal etwas schlechter, aber brauchen wir wirklich schon wieder einen Film dieser Art? Nun, wenn er soviel Spaß macht, wie YOU MIGHT BE THE KILLER, dann muss man diese Frage ganz klar mit „Ja“ beantworten.

Von der ersten Sekunde beweist der Film, wieviel Leidenschaft und Herzblut darin steckt. Insbesondere die Liebe zu Jason Vorhees und seinen Freitag-Filmen steht hier im Mittelpunkt des Geschehens. Von der Wahl der Location bis hin zum Design der Maske, erinner alles an den Killer vom Crystal Lake. Dabei gelingt es You might be the Killer mit einem kleinen Trick die ausgelatschten Pfade des Genres zu verlassen und den Zuschauer zu begeistern. Als Zeitachse verwendet der Film einfach die Anzahl der Toten zu dem Zeitpunkt in dem sich das Geschehen gerade bewegt. So ergibt sich ein Katz-und-Maus-Spiel irgendwo zwischen Friday the 13th und Scooby Doo, dass zu unterhalten weiß.

Vielleicht verrät der Film etwas früh die Identität des Killers, aber das ist am Ende Geschmackssache. Die Kills sind alle weitgehend Handarbeit und mit wenigen Ausnahmen nicht allzu blutig inszeniert. Ja, es wird mal ein Kopf gespalten, ein Arm abgetrennt oder Gedärme liegen in der Gegend rum, aber ein Schlachtfest ist You Might be the Killer sicher nicht. Die derzeitige Veröffentlichung als limitierte Mediabooks von Illusions Unltd. Films beinhaltet den Film natürlich ungeschnitten, aber ohne FSK-Freigabe. Unseres Wissens nach wurde er der FSK allerdings gar nicht vorgelegt, denn eine Freigabe ab 18 Jahren sollte hier durchaus möglich sein, zumal der Streifen zu keiner Zeit seine komödiantische Veranlagung zu verstecken versucht.

Vor der Kamera wird auch sehr ordentlich agiert, was in dem Genre ja nicht unbedingt selbstverständlich ist. Ein wenig Star der Show ist Alyson Hannigan, die den meisten von euch als Lilly aus How I met your Mother bekannt sein dürfte. Sie mimt hier die horrorerfahrene Freundin am Telefon, die mit zahlreichen Tipps und Tricks zu Werke geht.

Fazit: Während die Welle an Retro-Hommage-Horror kaum abreißt und sehr häufig dürftige Endprodukte generiert, ist You Might be the Killer eine angenehm positive Ausnahme. Mit viel Herzblut erfreut man hier den Genrefan und serviert einen kurzweiligen Slasherspaß den Jason-Fans auf keinen Fall verpassen sollten.

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