Review: ESCAPE ROOM

(USA 2019)

Regie: Adam Robitel

Mit: Logan Miller, Jay Ellis, Taylor Russell

Freigabe: FSK ab 16

Release: 11. Juli 2019

Story: Scheinbar zufällig erhalten Personen eine Einladung einen neuen Escape Room zu testen. Wer es schafft dem winken 10.000 Dollar Preisgeld. Doch was als Spiel beginnt, wird schon bald ein Kampf um Leben und Tod.

Kritik: Seit einigen Jahren boomen auch in Deutschland die sogenannten Escape Rooms. Dabei handelt es sich um Live-Spiele für kleine Gruppen, bei denen es gilt Rätsel in einer bestimmten Zeit zu lösen, um so einen Ausweg aus dem jeweiligen Raum zu finden. Eine Spielidee, die ja in sich schon ein wenig auf James Wan’s Horrorklassiker SAW basiert und damit natürlich auch nahezu perfekt als Hintergrund für einen Horrorfilm.

Mit sehr wenig Einführung befinden wir uns schon sehr bald mitten im „Spiel“ und dem ersten Raum, dem es gilt zu entkommen. Während der erste Raum, eine Art nachgebauter Backofen, noch wirklich spannend und interessant umgesetzt ist, geht dem Drehbuch schon sehr bald die Spucke aus. Generell kann ESCAPE ROOM nicht mit Kreativität und Story punkten. Eine echte Geschichte gibt es nicht und die wenigen Ideen, um das Ganze herum sind recht plump geklaut.

So kommt der Horrorfan nicht drumherum Escape Room als weichgespülten Mix aus SAW und Hostel zu enttarnen. Ohne allzu blutige Schauwerte schön auf Gewinn und Mainstream ausgelegt. Eigene Ideen völlig Fehlanzeige. Natürlich ist das ganze zum Teil recht spannend inszeniert, aber anstatt Atmosphäre durch kleine, fiese Räume zu erzeugen, setzen die Macher auf übertriebene Raumkreationen, die so weder denkbat noch glaubhaft sind.

Die Darsteller machen ihren Job dafür recht ordentlich, wenngleich nur sehr wenig Hintergrund zu den Charakteren geliefert wird und so ziemlich alle Stereotype bedient werden. Der Yuppi, der Geek, die Fighterin, die Stille….alle sind sie dabei.

Fazit: Günstig produziert und auf maximalen Gewinn ausgelegt…dazu nimmt sich Escape Room einfach die Ideen härterer Horrorfilme, wie Hostel und Saw, subtrahiert die blutigen Szenen und fertig ist der spannende Mainstream-Horrorthriller. Für Gelegenheits-Cineasten mag das unterhaltsam sein, Horrorfans werden aber alles vorhersehen und er gähnen als erschrecken.

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